15.11.2022, 19 Uhr, Wiesbaden: Wahrnehmungsdifferenzen - Auswirkungen des Angriffskriegs gegen die Ukraine auf Jüdinnen und Juden in Deutschland

15. November 2022, 19 Uhr, Kesselhaus, Schlachthof Wiesbaden

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine wird nicht nur in Deutschland als eine Zäsur wahrgenommen und erschütterte Menschen auf der ganzen Welt. Die Solidarität mit der Ukraine und Geflüchteten aus der Ukraine ist groß, insbesondere auch in den jüdischen Communities und Gemeinden. Jüdinnen und Juden in Deutschland sind von den Entwicklungen häufig ganz unmittelbar betroffen, da viele von ihnen ukrainische Wurzeln und bis heute Familienangehörige in der Ukraine haben. Einige Shoah-Überlebende und ihre Nachfahren in der Ukraine und Deutschland berichteten, dass der Angriffskrieg an die Geschichte geknüpfte Erinnerungen und Gefühle wachrief. Gleichzeitig sind geschichtsverzerrende Aussagen seit einigen Monaten allgegenwärtig, etwa wenn der Angriffskrieg von russischer Seite als “Entnazifizierung” bezeichnet wird.

Welche Auswirkungen hat der Angriffskrieg für Jüdinnen und Juden in Deutschland? Vor welchen Herausforderungen und Aufgaben sehen sich die jüdischen Gemeinden gestellt? Welche Bedeutung nimmt die Geschichte des Nationalsozialismus in den aktuellen Erfahrungen ein? Welche Unterstützung aus der Politik und der nicht-jüdischen Gesellschaft wird sich gewünscht?

Podium:
Steve Landau (Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden)
Dr. Julia Bernstein (University of Applied Sciences FFM)
Ilya Daboosh, Leiter des Sozialreferats der ZWST
Moderation: Dr. Susanne Urban, RIAS Hessen

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Bildungs-und Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung statt und wird vom Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden gefördert.

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