„Ja, DAS ist Antisemitismus!“ – Jüdische Erfahrungen in Hessen

Eine Ausstellung der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen (RIAS Hessen)
Eine Kooperation von RIAS Hessen und der Philipps-Universität Marburg

Die Wanderausstellung ist erstmals von 29. Mai bis 21. Juni 2024 an der Philipps-Universität Marburg, im Foyer des Verwaltungsgebäudes Biegenstraße 10 zu sehen.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag jeweils 8 bis 17 Uhr.

Antisemitismus ist Alltag. Auf der Straße, in der Bahn oder auf dem Campus – er findet überall statt. Seit dem 7. Oktober 2023 werden das Ausmaß und die Anschlussfähigkeit von Antisemitismus überdeutlich. Authentische antisemitische Vorfälle bilden die Grundlage für die Ausstellung von RIAS Hessen. Die Vorfälle wurden in anonymisierter Weise verarbeitet. Aber: Sie sind geschehen. Es sind Vorfälle, die Jüdinnen und Juden widerfahren sind. Sie haben unterschiedlichste Reaktionen ihrer Umwelt erlebt: Ignoranz, Gelächter, Beschwichtigung, Relativierung – aber auch Solidarität. Viele nehmen professionelle Hilfe in Anspruch, vor allem von OFEK Hessen e.V., der Beratungsstelle für von Antisemitismus Betroffene. Die Vorfälle wurden von den Illustratorinnen Sophia Hirsch und Büke Schwarz in Bilder bzw. Bildgeschichten umgesetzt. Die Ausstellung ist ein Ausgangspunkt, um sich mit der Betroffenenperspektive zu befassen. Es braucht die Anerkennung dessen, dass jemand, der oder die Antisemitismus erlebt, dies nicht erst erklären muss, sondern Solidarität und Empathie entgegengebracht bekommt. Daher auch der Ausstellungstitel: „Ja, DAS ist Antisemitismus!“

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RIAS Hessen Ausstellung Plakat Marburg

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