Sie möchten einen antisemitischen Vorfall melden?

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen (RIAS Hessen) unterstützt die von antisemitischen Vorfällen Betroffenen und dokumentiert Antisemitismus in Hessen.

Wir sind eine Anlaufstelle für Betroffene, Freunde und Freundinnen, Angehörige sowie Bekannte von Betroffenen als auch für Personen, die anderweitig antisemitische Vorfälle wahrnehmen. Alle mit uns geteilten Informationen behandeln wir vertraulich. Grundsätzlich entscheiden die Betroffenen, wie mit ihren Informationen weiterverfahren wird.

Antisemitische Vorfälle können sehr unterschiedlich sein: Aufkleber, Schmierereien, verbale und andere Äußerungen bis hin zur Androhung physischer Gewalt oder körperlichen Angriffen. Wir dokumentieren diese Vorfälle anonymisiert und legen in Jahresberichten Entwicklungen in Hessen offen. Zusätzlich gehen wir einem proaktiven Monitoring nach.

Haben Sie einen antisemitischen Vorfall wahrgenommen oder sind Sie selbst betroffen? Teilen Sie uns dies mit. Wir sind für Sie da!

Ihre Meldung wird unter Beachtung des Datenschutzes des Bundesverbands RIAS e.V. und RIAS Hessen aufgenommen. Sie werden von hier auf das Formular von RIAS weitergeleitet.

Unsere Veröffentlichungen
Unser Jahresbericht 2022
Unser Flyer und die Infokarte RIAS Hessen

w“>#GegenjedenAntisemitismus!
Hilf uns dabei, #Antisemitismus sichtbar zu machen und melde antisemitische Vorfälle unter https://t.co/2J8ULnuB4f. Warum das wichtig ist und wie das geht? Das zeigen wir dir hier. pic.twitter.com/QufUBddwTC

— Recherche-& Informationsstelle Antisemitismus RIAS (@Report_Antisem) February 9, 2022

Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen (RIAS Hessen) ist für Sie da!

Als RIAS Hessen sind wir solidarisch mit den von antisemitischen Vorfällen Betroffenen.
RIAS Hessen dokumentiert und analysiert Antisemitismus in Hessen.

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Zitate

DrJacobPortrait
Die Gedenk- und Erinnerungsarbeit dient ebenso wie die zivile Wachsamkeit als Gegengewicht zu dem immer sichtbarer werdenden Antisemitismus in dieser Gesellschaft. Hier ist die Arbeit der Antisemitismusmeldestelle in Hessen eine wichtige Komponente im Kampf gegen den Judenhass. Gegen Gewöhnung und gegen Gleichgültigkeit. Denn wie sagte Abraham Joshua Heschel einst: ‚Gleichgültigkeit gegenüber dem Bösen ist heimtückischer als das Böse selbst. Es ist eine stille Rechtfertigung, die das Böse in der Gesellschaft akzeptiert.‘ Dr. Jacob Gutmark Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden
Daniel Neumann
Antisemitismus ist der nicht nur der älteste Hass in der Geschichte, sondern er ist zudem allgegenwärtig. Auch und gerade in Deutschland. Um dieses Phänomen in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen allerdings bekämpfen zu können, ist es wichtig, es sichtbar zu machen. Seine Strukturen und Ausprägungen im Alltag zu erfassen. In quantitativer, vor allem aber auch in qualitativer Hinsicht. Und zwar in unser aller Interesse. Wie Jonathan Sacks sagte: ‚Denn der Hass, der mit den Juden beginnt, endet nicht mit den Juden.‘ Daniel Neumann Vorsitzender Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen, und der Jüdischen Gemeinde Darmstadt
Michaela Fuhrmann RIAS
Ich hätte mir ja eigentlich gewünscht, dass RIAS HESSEN gar nicht erst notwendig gewesen wäre. Denn das hätte bedeutet, dass antisemitische Übergriffe und Anfeindungen bei uns in Hessen kein Problem darstellen würden. Aber leider gehört der Antisemitismus auch hier mittlerweile zum Alltag und drückt sich in verschiedenen und oft auch subtilen Formen aus.  Daher ist die Arbeit von RIAS HESSEN unerlässlich und sehr wertvoll. Die Möglichkeit auf niedrigschwellige Weise Vorfälle zu melden, ermutigt Betroffene und ist von elementarer Wichtigkeit, um die Bandbreite des aktuellen Antisemitismus zu erfassen und bei entsprechender Relevanz strafrechtlich verfolgen zu können. Ich freue mich, dass wir, als Jüdische Gemeinde Frankfurt a.M. mit RIAS HESSEN nunmehr eine regionale Meldestelle haben, an die wir uns wenden und mit der wir konkret und gezielt Projekte initiieren sowie Erkenntnisse austauschen können, um die Bekämpfung von Antisemitismus effektiver und erfolgreicher zu gestalten. Michaela Fuhrmann Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main K.d.ö.R., Leiterin für Politische Beziehungen/Referentin des Vorstands
Marina Chernivsky – Foto
Trotz seiner hohen Relevanz haben viele Institutionen die Schwierigkeit, Antisemitismus zu greifen. Die Dokumentation und  Erfassung antisemitischer Vorfälle sowie ihre wissenschaftliche Analyse sind wichtige Pfeiler zur Kritik und Entgegnung des Phänomens. Seit Beginn an arbeiten wir mit dem RIAS Bundesverband eng zusammen. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass nun auch RIAS Hessen aktiv ist. Marina Chernivsky Leitung Kompetenzzentrum der ZWST/Leitung OFEK e.V.