Podcast zu den Kreuzzugspogromen 1096 und jüdischen Perspektiven
Ende Mai 1096 begann in Mainz eines der verheerendsten antijüdischen Pogrome des Mittelalters. Bereits am 25. Mai 1096 hatte ein Kreuzfahrerheer die Stadt erreicht. Im jüdischen Magenza, wie Mainz genannt wurde, lebten damals rund 1.000 Jüdinnen und Juden. Zwischen dem 27. und 29. Mai wurde die Gemeinde nahezu vollständig ausgelöscht.
Anlässlich dieses Jahrestags sprach die Bildungseinrichtung Spiegelbild aus Wiesbaden mit Susanne Urban über die Ereignisse von 1096, über jüdisches Leben in Mainz und über die Bedeutung der SchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz.
Dabei ging es nicht nur um Gewalt und Verfolgung. Susanne Urban machte deutlich, warum jüdische Geschichte nicht auf Pogrome reduziert werden darf.
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In der mittelalterlichen Illustration jüdischer Gebetbücher (Machsorim) symbolisieren Jagdszenen mit Hunden die Verfolgung und Bedrohung der Juden, hier aus dem Wormser Machzor (c) National Library of Israel